• Kopfkissen

    Während die Matratze wohl die wichtigste Komponente erholsamen Schlafens darstellt, trägt auch das richtige Kopfkissen einen sehr großen Beitrag. Bei rund einem Drittel der Lebenszeit, die der Mensch in seinem Bett verbringt, sollte die Wichtigkeit des Kopfkissens nicht unterschätzt werden. Denn gerade der schmerzempfindlichste Teil der Halswirbelsäule benötigt eine anatomisch geformte und orthopädisch korrekte Unterlage. Das Kissenangebot streckt sich von Materialien wie Daunen, Natur Kautschuk oder Federn bis hin über Wolle oder Dinkelspelz. Auch der Schlaftyp sollte bei der Kissenauswahl beachtet werden, so gibt es nämlich spezielle Kissen für Bauch-, Seiten-, oder Rückenschläfer. Bei der Riesenauswahl an Kopfkissen bleibt kaum ein Wunsch offen.

    Kopfkissen-Typen

    Bei mehr als 300 verschiedenen Kissen kann man es als Kunde schon mal schwer haben. Bei all den vielen Varianten sollte die Hauptfunktion jedoch nicht vergessen werden: ein Kissen sollte über Nacht Kopf und Halswirbelsäule stützen. Weiterhin sollten die Hals- und Nackenmuskeln nicht überdehnt werden und der Kopf darf nicht abknicken.

    Die verschiedenen Schlaftypen wie Seitenschläfer, Bauchschläfer oder Rückschläfer wirken sich nicht nur auf den Matratzenmarkt, sondern eben auch auf den Kissenhandel aus. Um allen Typen gerecht zu werden, warten die Händler mit vielen Kissenvarianten auf.

    Seitenschläferkissen

    Menschen, die hauptsächlich in Seitenlage schlafen, sind mit einem Seitenschläferkissen gut bedient, sind sie doch für Menschen gedacht, die die hauptsächliche Nachtzeit auf einer Seite schlafen. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist Seitenschläfer. Ein Seitenschläferkissen sollte in Seitenlage das Schulter-Hals-Dreieck vollständig ausfüllen, um ein Abknicken oder Überdehnen der Halswirbelsäule auszuschließen. Daher sind zu weiche Kissen aufgrund ihrer geringeren Tragfähigkeit nicht zu empfehlen.

    Ein Seitenschläferkissen lässt sich bei einer Länge zwischen 1,20 und 2,00 m vollständig umklammern. Das entastet die Wirbelsäule und der Lendenbereich ist nicht verdreht. Auch die Atmung verbessert sich in dieser Lage. Seitenschläferkissen werden auch gerne von Schwangeren genutzt, wenn der Bauchumfang das Rückenliegen unangenehm macht.

    Bauchschläferkissen

    Oftmals nutzen Bauchschläfer überhaupt nicht erst ein Kissen. Falls doch, dann ein sogenanntes Bauchschläferkissen, welches eher flach ist. Dadurch soll es die ohnehin stark belasteten Halswirbel nicht noch weiter strapazieren. Optimal an die Lage anpassbar ist das Wasserkissen, welches von jedem selbst mit Wasser befüllt werden kann. Die Höhe des Kissens ist also individuell einstellbar.

    Da die Bauchlage generell eher ungesund ist, hat der Handel für die 10 bis 15 % der Bauchschläfer in Deutschland spezielle Kissen entworfen, welche die Position komfortabler gestalten. Bevor man die eigenen Arme als Stütze nutzt oder gar kein Kissen benutzt, sollten sich Bauchschläfer lieber ein Spezialkissen zulegen.

    Nackenstützkissen

    Nackenstütz- oder auch orthopädische Kissen sollen Menschen helfen, die bereits Probleme mit ihrer Nackenmuskulatur haben. Durch die spezielle Form ist ein Abknicken nicht mehr möglich und die Nackenmuskulatur wird nicht überdehnt.

    Da sich Nackenstützkissen von herkömmlichen Kissen in ihrer Form recht stark unterscheiden, kann es auch einige Tage dauern, bis der Körper sich an die neue Haltung gewöhnt. Man sollte also Geduld mitbringen, wenn man sich für den Kauf eines Nackenstützkissens entscheidet.

    Daunenkissen

    Daunenkissen sind in ihren Liegeeigenschaften eher weich, denn anders als Federn haben Daunen keinen harten Kiel. Sie werden mit einer Füllung aus Daunen (mindestens 60 %) und Federn verkauft. Die Daunen sind meist von Enten und Hühnern. Dabei ist zu beachten, dass die Daunen nachweisbar aus artgerechter Freilandhaltung kommen. Die markantesten Eigenschaften eines Daunenkissens sind die Elastizität und der Feuchtigkeitsausgleich. Weiterhin sind sie wenig milbenanfällig und deshalb auch für Allergiker geeignet. Daunenkissen sind an sich recht lange haltbar, jedoch sollten sie etwa alle 10 Jahre in einem Fachgeschäft aufgearbeitet werden.

    Wasserkissen

    Wasserkissen haben –anders als von vielen geglaubt- nur einen wassergefüllten Kern, und keinen kompletten Inhalt aus Wasser. Dieser Kern kann individuell befüllt werden, so dass Liegegefühl für jeden selbst einstellbar sind. In seiner Funktion ähnelt ein Wasserkissen stark einem Nackenstützkissen. Weiterhin ist auch hier eine längere Umgewöhnungszeit wahrscheinlich. Durch die individuell wählbaren Einstellungsmöglichkeiten sind Wasserkissen für alle Schlaftypen, ob Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer, geeignet.

    Gelkissen

    Auch das Gelkissen bietet sich bei Nackenmuskulaturbeschwerden an. Solche Kissen sind entweder komplett, oder nur zu einem gewissen Anteil mit Gel gefüllt. Durch das verdrängbare Gel passen sie sich dem Nacken optimal an. Weiterhin sind Gelkissen gut für Allergiker geeignet, da die verwendeten Materialien keine Einnistung von Milben zulassen. Gelkissen können – im Gegensatz zu Federn oder anderen Materialien – keine Allergien auslösen. Ebenfalls werden sich Schimmelpilze, häufig in Federkissen anzutreffen, in einem Gelkissen nicht verbreiten.

    Rosshaarkissen

    Rosshaarkissen sind zu 100 % aus Rosshaar gefertigt und sind eingeschlossen durch einen Bezug aus Baumwolle. Diese Kissen sind atmungsaktiv, weich und dennoch stützfest. Darüber hinaus wird Rosshaar eine temperatur- und feuchtigkeitsausgleichende Wirkung nachgesagt. Vor allem für Menschen, die viel schwitzen, sind solche Kissen also gut geeignet. Weiterhin sind Allergiker mit einem Rosshaarkissen gut bedient, da das Klima durch die Luftdurchlässigkeit zu trocken für eine Milbeneinnistung ist.

    Pflege

    Wie Matratzen sollten auch Kopfkissen regelmäßig gereinigt werden. Daunen-, Feder- oder Rosshaarkissen sollten ihn und wieder aufgeschüttelt werden, da diese sich leicht platt liegen und somit lockerer werden. Weiterhin sollten sie in regelmäßigen Abständen durchgelüftet werden, das am besten an der frischen Luft und nicht nur im Zimmer. Neben dem Bezug sollte auch das Kissen selbst –wenn möglich- in der Waschmaschine gewaschen werden. Hierbei sollte man sich aber auf jeden Fall immer genau an die Waschanleitungen halten. Außerdem ist ein Bezug aus luftdurchlässigen Materialien wie beispielsweise Baumwolle immer empfehlenswert.

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